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Zum allerersten Mal für einen Österreichischen Rotwein

20/20 Gabriel-Punkte für Uwe Schiefer

18.06.2020

Uwe Schiefer liefert den Beweis – Weine vom Eisenberg trinkt man gereift. „Aufgrund seiner Komplexität und Grösse ist dies der allerbeste reife Blaufränkisch, den ich je im Glas hatte“, schreibt der erfahrene Schweizer Verkoster, Buchautor und anerkannte Weinexperte René Gabriel auf www.weingabriel.ch über den Blaufränkisch Reihburg 2011 von Uwe Schiefer. Als versierter Verkoster erkannte er das Potenzial der Fassprobe, die er vor vielen Jahren probierte, und legte sich in weiser Voraussicht einige Flaschen in den privaten Keller. Im Juni 2020 öffnete Gabriel die erste Flasche und widmete ihr viel Zeit beim Verkosten, um den Wein schlussendlich als allerersten österreichischen Rotwein mit der Maximalnote von 20 Punkten zu werten.

Uwe Schiefer, der Meister des Eisenbergs © Steve Haider
Uwe Schiefer, der Meister des Eisenbergs © Steve Haider

Über die Ried Reihburg

Sie ist das Herzstück des Eisenbergs. Auf den ersten Blick erscheint die Riede unspektakulär. Sie ist nach Südwesten ausgerichtet, der Boden ist nicht besonders karg (toniger, eisenhaltiger Lehm mit Schieferanteil und etwas Quarz im Unterboden) und auch nicht besonders steil – aber genau das war ihr Glück. So überlebten die Rebstöcke die Mechanisierung in den 50er Jahren – und darum stehen hier heute Blaufränkisch Reben mit einem stolzen Alter von mehr als 80 (!) Jahren. Auch der Blaufränkisch-Klon ist speziell – er liefert extrem lockere, kleinbeerige und dickschalige Trauben.

 

Kultstatus für Ried Reihburg Blaufränkisch von Uwe Schiefer © Andreas Durst
Kultstatus für Ried Reihburg Blaufränkisch von Uwe Schiefer © Andreas Durst

Zeit

„Zeit“ sieht der Winzer Uwe Schiefer als den wesentlichen Faktor für seine charaktervollen Weine. „Die alten Reben sind wohl der Hauptgrund für die Größe unseres Blaufränkisch Reihburg“ erzählt der Winzer und führt weiter aus: „Auch in sogenannten „kleinen Jahrgängen“, wenn das Weinjahr alles andere als ideal verlaufen ist, liefern die alten Reben Trauben mit sehr viel Tannin und tiefem Geschmack. Das können jüngere Reben von derselben Riede einfach nicht hervorbringen.“ Bei der Vinifzierung spielt Zeit ebenfalls eine wesentliche Rolle – drei Jahre lang bleibt der Wein im 600 Liter bzw. 1.200 Liter Holzfass, bevor er gefüllt wird. Zurzeit liegen die Jahrgänge 2017, 2018 und 2019 im Keller. Für Uwe Schiefer ist der Jahrgang 2017 ein noch feinerer Vertreter der Riede, als der 2011er! Er wird im November gefüllt und wird um € 58 Abhof zu beziehen sein. Doch schon jetzt ist der Wein fast ausreserviert. Bei Rückfrage unter office@weinbau-schiefer.at nennt das Weingut gerne Händler, die den Wein im November 2020 geliefert bekommen werden. Und dann sollte man dem Wein noch gut zehn Jahre Flaschenreife gönnen. Die Finesse der Ried Reihburg, aber auch von Blaufränkisch vom Eisenberg generell, kommt erst mit dem Alter. Und wie es der 2011 aufzeigt – das Warten lohnt sich!“

 

Der Eisenberg und sein Meister

Die Reben, meist ist es Blaufränkisch, am südburgenländischen Eisenberg wurzeln in Schiefergestein, mancherorts von einer dünnen Lehmschicht bedeckt. Der Wald, am oberen Rand der nach Süden bzw. Südwesten ausgerichteten Weinhänge, sorgt für beständige Kühlung der Trauben. Das sensible Zusammenspiel dieser Einflüsse führt zu Weinen mit ausgeprägter Säurestruktur und Mineralität. Komponenten, die den Wein in den ersten Jahren für so manche schroff erscheinen lassen. Doch mit der Zeit, am besten 10 Jahre und mehr, verwandeln sich Säure und Mineralität zu Frische und Grazie und verleihen dem Wein Lebendigkeit, während die Gerbstoffe des Blaufränkisch zu purer Eleganz mutieren.

Der Avantgarde-Winzer Uwe Schiefer ist zweifelsohne ein Meister des Eisenbergs. Der gelernte Sommelier und gebürtige Südburgenländer erkannte schon früh dessen Potential und gründete, getrieben von dem Wunsch, den wahren Charakter des Berges präzise in die Flasche zu bringen, 1994 sein eigenes Weingut. Seither verfolgt er kompromisslos seine Philosophie und verschafft den Weinen vom Eisenberg Zeit. Damit gilt er als Wegbereiter für die Weinstilistik des gesamten Weinbaugebietes. Schiefers Weine haben heute, auf Grund ihrer außergewöhnlichen Eleganz und Präzision, eine weltweite Anhängerschaft unter Weinexperten und -liebhabern.

 

Schiefer & Domaines Kilger  

Seit 2017 arbeitet Uwe Schiefer mit Hans Kilger zusammen, einem Genuss-Entrepreneur, der eine Gruppe von landwirtschaftlichen Unternehmen gegründet hat. Eines davon ist Schiefer & Domaines Kilger. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht es Uwe Schiefer, dem individuellen Zeitbedarf seiner Weine noch konsequenter nachzugehen.

 

Austrian Single Vineyard Summit

Im Rahmen des Austrian Single Vineyard Summit präsentiert Uwe Schiefer am 31. August 2020 seine aktuellen Riedenweine.

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Single Vineyard Summit in Österreich

31. August bis 3. September 2020

Überall auf der Welt sind es besondere Weinbergslagen, die eine Faszination auf Winzer ausüben und sie zur Vinifizierung außergewöhnlicher Weine inspirieren. In Österreich ist die Entwicklung zu Herkunftsweinen besonders dynamisch zu merken. Die Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) sowie die Winzer vom Eisenberg und Leithaberg unterscheiden sich zwar in regionalen Ausprägungen, doch sie haben das gleiche Ziel: Den feinsten

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15.06.2020