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Alentejo - Alles ausser Mainstream.

Wo, wenn nicht in Berlin?

29.10.2018

Wo, wenn nicht in Berlin, kann man eine Degustation mit lauter verrückten Weinen organisieren? Zugegeben, viele Weine aus dem portugiesischen Alentejo sind Mainstream und genau deshalb so erfolgreich in aller Welt. Aber für die Probe am Montag, 12. November hat Caro Maurer MW ausschliesslich Weine ausgesucht, die nicht mehrheitsfähig sind, sondern fordernd. Verrückte Weinmacher produzieren sie auf hohen Lagen, aus besonders alten Rebstöcken, vinifizieren sie in Amphoren oder Lagares, mit wenig oder ohne Schwefel…

Alentejo - Herdade Do Rocim
Nicht neuester Schrei, sondern alte Tradition: Amphoren im Alentejo.

Susana Esteban ist so eine verrückte Weinmacherin. Die Spanierin hat ihre Karriere im Douro begonnen, wo sie zunächst für die Weine der Quinta do Crasto verantwortlich war, bevor sie weiter in den Süden zog. Im Alentejo hat sie sich auf die Suche nach besonderen Lagen gemacht. In Portalegre, in den Bergen der Serra de São Mamede, ist sie fündig geworden: zwei kleine alte Weinberge liefern die Trauben für ihren Rotwein „Procura“ (Suche). Die wenigen, kleinen Trauben erntet sie von Hand und vergärt sie in Granit-Lagares, zum Reifen verwendet sie Eichenfässer. Das Ergebnis ist ein fruchtig-intensiver Wein, der jedoch keine Spur von übermäßiger Reife aufweist, sondern eine stabile Struktur, engmaschige Textur und – Überraschung! – jede Menge Frische liefert. Beim Workshop-Tasting in der Freundschaft wird Caro Maurer MW den Jahrgang 2014 vorstellen.

Alentejo - Susana Esteban
Susana Esteban arbeitet am liebsten mit sehr alten Rebstöcken.

Weißweine aus dem trockenen und heissen Alentejo?
Wie spannend das schmecken kann, führt die Herdade do Rocim vor. Die weissen Trauben wachsen in der alentejanischen Region Vidigueira auf sehr kargen Böden, überwiegend auf Granit und Schiefer. Weinmacher Pedro Ribeiro hat sich der minimalen Intervention verschrieben. Deswegen vinifiziert er seinen Weisswein in ur-alentejanischen Tonamphoren, die hier den Namen „Talha“ tragen. Das Ergebnis ist ein wunderbar salziger Wein, der einen hinterhältigen Piraten für so manche Blindverkostung abgäbe.

Alentejo - Rui Reguinga
Auf 600 Metern Seehöhe wachsen die Reben für den Terrenus von Rui Reguinga.

Rui Reguinga ist einer der gefeierten Önologen, der für grosse Weinmarken in Portugal aber auch in Südamerika und Asien verantwortlich ist. Er beherrscht also das Handwerk der fehlerfreien, gefälligen Weine. Für sein ganz eigenes persönliches Projekt ging er aber schon vor zwanzig Jahren andere Wege – und hat nicht selten Spott dafür geerntet. Auf 600 Metern Seehöhe hat Rui uralte Reben gefunden, heute sind sie teilweise schon 90 Jahre alt. Es sind knorrige Stämme, die auf Granit- und Schieferböden in Portalegre wachsen. Fast 20 verschiedene Traubensorten erntet er dort, stampft sie mit den Füssen in seinen Lagares und reift sie im Holzfass. Das Ergebnis ist einer der grossartigsten Weine des Alentejo: Terrenus heisst dieses Konzentrat aus Frucht, engmaschigem Tannin und Granitausdruck.
Schon allein für diesen Wein lohnt es sich, die Verkostung am 12. November zu besuchen!

Workshop Tasting für Fachleute
Zwei Sitzungen werden am Montag, 12. November angeboten
Von 10.00 bis 12 Uhr und
von 14.30 bis 16.30 Uhr
Davor, dazwischen und danach hat man die Möglichkeit, weitere Weine und auch Olivenöle aus dem Alentejo kennenzulernen.
Die Einladung gilt ausschließlich für aktive Sommeliers, Fachhändler und Presse.
Platzreservierungen bitte unter alentejo@wine-partners.at

Weinbar „Freundschaft“
Mittelstraße 1, 10117 Berlin

Alentejo - Susana Esteban
Wines of Alentejo: Workshop Tasting in Köln 2019

Der Alentejo
Der Alentejo ist eine Sehnsuchtsregion. Das Landschaftsbild ist geprägt von endlosen Weiten, sanft gewellten Ebenen und einem weiten, blauen Himmel.
Wein, Olivenöl, Kork und Schweinefleisch – das sind die wichtigsten Produkte des Alentejo, und die lassen sich sehen: mächtige Korkeichen, in deren Schatten die berühmten Porcos Pretos (Schwarzfussschweine) weiden, sowie hunderte Jahre alte Olivenbäume prägen das Bild. Über die Hügelkuppen aber ziehen sich Rebreihen. Die Küche des Alentejo ist geschmackvoll und kräftig, sie mischt Muscheln und Schweinefleisch, Bohnen und Koriander, Fisch und Zwiebeln. Und nicht selten dauert das Mittagessen im Freundeskreis bis kurz vor Mitternacht.

Wenn Sie sich auf die Probe vorbereiten wollen, schlagen Sie in den Heften Taste Mediterranean I und Taste Mediterranean II nach. Die unterhaltsamen Büchlein zeigen nicht nur wunderbare Bilder des Alentejo, sondern liefern auch leicht lesbare Informationen, stimmungsvollen Background und Wissenswertes über diese europäische Region, die wir so wenig kennen.

Die Gastgeberin
Caro Maurer MW konzentriert sich ganz auf die Themen Essen und Wein – in vielfacher Weise. Sie schreibt für den General-Anzeiger in Bonn und die Magazine Der Feinschmecker und Fine. Sie unterrichtet Wein für das WSET Diplom in Deutschland, Österreich und Norwegen.