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Die Lagen vom Nil

Riesling ist Riesling ist Unsinn!

17.01.2017

Seine Riesling-Kompetenz hat das Weingut am Nil – das nicht in Ägypten sondern in der Pfalz liegt – in den vergangenen Monaten schon mehrfach unter Beweis gestellt (Vinum Riesling Champion, Feinschmecker Top-Weine). Jetzt aber kommen die wahren Meisterwerke auf den Markt: die 2015er Lagenrieslinge vom Herrenberg und vom Saumagen.

Weingut am Nil Langenweine © Weingut am Nil
Die zwei Alpha-Tiere vom Weingut am Nil © Weingut am Nil

Zwei Rieslinge, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten

Eine alte pfälzische Redewendung trifft die Flaschen auf den Kopf: „Riesling ist Riesling ist Unsinn“. Keine andere Rebsorte reflektiert so prägnant das Terroir, also Boden, Hangneigung und Klima. Keine andere Rebsorte hält einem Weinjahrgang so den Spiegel vor. Keine andere Rebsorte zeigt so viele Facetten. Es ist also kein Zufall, dass diese beiden Lagenrieslinge vom Nil zwar gleich aussehen, aber ganz unterschiedliche innere Werte verbergen.

„Herrenberg“ und „Saumagen“ sind zwei berühmte Einzellagen, und das mit gutem Grund. Am Südost-Hang des Herrenberg kurz vor Bad Dürkheim stehen rund 30 Jahre alte Rieslingreben auf Rotliegendem. Der Saumagen hingegen liegt etwa zwei Kilometer nördlich davon und zeigt weißlehmigen Lössboden mit Kalkunterschicht. Die Zusammensetzung der Böden, ihre Wasserspeicher- und -leitfähigkeit, ihre Erwärmbarkeit – all das wirkt sich auf die Weine aus, die dementsprechend unterschiedliche Charaktere haben.

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Das Weingut am Nil verfügt über renommierte Lagen in und um Kallstadt © Weingut am Nil/ Google Maps

Rein analytisch sind die beiden Weine nicht so weit voneinander entfernt. Doch geschmacklich liegen Welten zwischen ihnen: agil und spritzig der Herrenberg auf der einen Seite, während der Saumagen etwas breiter gebaut ist, kräftiger, üppiger. Dass beide nicht wirklich gut miteinander können, hat auch ein internes Experiment im Weinkeller gezeigt: Ein Cuvée der beiden Weine ist als unstimmig empfunden gleich wieder verworfen worden. „Die haben sich gebissen“, lacht Kellermeister Johannes Häge über seine beiden Kellerkinder.

2015 Riesling vom Herrenberg

Weinbergspfirsich, frische Quitte und gelber Apfel, das sind nur ein paar der vielen Aromen, die einem aus dem Herrenberg-Riesling entgegen strömen. Den reifen Fruchtaromen steht eine filigrane Säure gegenüber, die den Wein belebt und einen jugendlichen Eindruck hinterlässt. Der Wein fordert mit einer Vielzahl an Akzenten die ganze Aufmerksamkeit.

Preis: 19,50 €

2015 Riesling vom Saumagen

Der Riesling von der Kallstadter Lage Saumagen steht rund und weich im Glas. Obwohl nur einen Tag Unterschied zwischen den Leseterminen liegt, scheint der Saumagen-Riesling breiter und vuluminöser als sein Kollege vom Herrenberg. Den zarten Holzeinsatz – die Weine vergärten in Tonneau-Holzfässern – enthüllt er erst nach einem zweiten Schluck.

Preis: 21, 50 €

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