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Der Wine Enthusiast empfiehlt:

Drei Österreicher, die man hinlegen sollte

08.11.2018

23.000 Weine probierten die Kritiker des US-amerikanischen Magazins Wine Enthusiast in diesem Jahr. 100 davon empfehlen sie als „Cellar Selections“ – Weine also, die man jetzt erwerben aber noch nicht trinken, sondern ihnen noch ein paar Jahre in dunklen kühlen Kellergewölben gönnen sollte, weil sie ihr großes Potential zwar ankündigen aber noch nicht ausspielen.

Spitzerberg Muhr-van der Niepoort © Lois Lammerhuber
Extrem kleine Erträge auf trockenen Böden und mit starker Windexposition: Blaufränkischreben am Spitzerberg (C) Lois Lammerhuber

Château Lafite-Rotschild 2015 führt die Riege der großen und prominenten Weingüter an, deren Flaschen man sich sichern sollte. Insgesamt drei Weine aus Österreich werden in dieser Liste der Top 100 Cellar Selections des Wine Enthusiast genannt:

  • 2015 Scheurebe Trockenbeerenauslese Nr. 4 vom Weingut Kracher, Neusiedlersee
  • 2016 Grüner Veltliner Kellerberg Smaragd vom Weingut FX Pichler, Wachau
    Und als dritter ein Rotwein:
  • 2015 Blaufränkisch Ried Spitzerberg von Muhr-van der Niepoort, Carnuntum

 

„Dass Weissweine aus Österreich zur internationalen Spitze zählen, ist mittlerweile allen Experten klar. Und edelsüße Weine haben sich natürlich auch schon ihren Platz erkämpft.“, meint Dorli Muhr. „Wenn nun ein Rotwein aus Österreich – und zwar aus der regionalen Sorte Blaufränkisch! – auf Platz 46 der Top 100 Weine der Welt genannt wird, so ist das eine Auszeichnung nicht nur für unser Weingut sondern für alle Rotweinproduzenten Österreichs.“

 

Über den Blaufränkisch Ried Spitzerberg 2015 schreibt Weinkritikerin Anne Krebiehl, MW:
„Hoch-aromatische Noten von mit Zimt-bestäubten Heidelbeeren und Pflaumen steigen aus dem Glas. Dieser Duftintensität wirkt immense Gaumenfrische entgegen, die die Fruchtnoten klar zeichnet und dem Körper Präzision verleiht. Momentan ist der Wein noch straff, der Geschmack sitz noch tief. Ein floraler Kern von Pfingstrose und Beeren scheint sich noch entfalten zu müssen – Eleganz und Tiefe sind ein Versprechen. Trinkfenster 2022-2035.“

Muhr-van der Niepport Ried Spitzerberg
Ried Spitzerberg ist ein Blaufränkisch von rund 60 Jahre alten Reben.

Das Weingut Muhr-van der Niepoort hat die aus Carnuntum stammende Dorli Muhr gemeinsam mit Dirk Niepoort am Spitzerberg gegründet. „Die ersten Jahre waren alles andere als einfach.“, sagt Dorli Muhr, „Denn der Spitzerberg ist in Österreich wie auch in der Welt unbekannt, und ich musste erst gegen die Vorurteile gegenüber einer Marketingfrau ankämpfen. Mittlerweile hat es sich aber herumgesprochen, dass meine Weine das Gegenteil von vordergründig sind. Dass die Anerkennung im Ausland schneller zu erlangen ist, als im eigenen Land, ist ohnehin normal.“

Dorli Muhr stampft die besten Trauben mit den Füssen. Das hat sie in Portugal gelernt. (C) Herbert Lehmann

Kleinste Erträge, starker Blaufränkisch-Fokus
Der Spitzerberg liegt im Weinbaugebiet Carnuntum und zählt geologisch zu den Kleinen Karpaten. Der Südhang des Berges ist mit Reben bepflanzt. Es ist ein extrem trockener und heißer Standort, die Böden bestehen aus Kalksand, und ständiger Wind verlangt den Reben enorme Widerstandsfähigkeit ab. Der Hektarertrag liegt unter 3000 Kilo, bei alten Reben noch deutlich darunter.
Das Weingut Muhr-van der Niepoort ist seit der Ernte 2018 bio-zertifiziert und bewirtschaftet mittlerweile 12 Hektar, wovon 80 % mit Blaufränkisch bestockt sind. Alle Rebflächen liegen ausschließlich in Prellenkirchen am Spitzerberg,

Neben dem
Ried Spitzerberg (von ca 60 Jahre alten Blaufränkisch-Reben), werden noch der
– Blaufränkisch „Liebkind“ (junge Reben von einer hochgelegenen Einzellage), sowie der
– Blaufränkisch „Samt&Seide“ vinifiziert, der von rund 30 Jahre alten Reben stammt.

Die gesamte Liste der „Top 100 Cellar Selections 2018“ des Wine Enthusiast finden Sie hier.

Der Blaufränkisch "Liebkind" stammt von einer extrem exponierten Lage, ganz oben am Spitzerberg. Die Trauben sind sehr klein und der Ertrag liegt bei unter 1000 Kilo pro Hektar. Ein sehr konzentrierter Wein, der mehrere Jahre Reifung benötigt.
Der Blaufränkisch "Samt&Seide" stammt von rund 30 Jahre alten Reben. Es ist ein wunderbar balancierter Wein, eleganter, engmaschiger und leichtfüssiger Wein - wie der Name schon sagt.
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