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Aurelio Montes über den bisher besten Jahrgang

2018 – Anno für Icons

17.11.2021

Sorry, this entry is only available in German.

Es gibt kein Rezept für hervorragenden Wein. Die Kleinigkeiten, die Details, bilden die große Summe!“, erklärt Aurelio Montes Jr. seine Philosophie bei einer Verkostung.

Die Icons, die prominentesten Abfüllungen von Viña Montes, repräsentieren die ursprüngliche Vision und begeistern Weinliebhaber aus allen Ecken der Welt. Sie sind das Resultat eines überaus hohen Qualitätsanspruchs und stellen die Spitze dar: Zum einen ist die Produktion nicht jedes Jahr möglich und zum anderen können nur wenige Flaschen hergestellt werden. Die Ernte ist stark begrenzt, denn Trauben dieser Qualität wachsen nur auf bestimmtem Terroir, das nicht nachahmbar ist. Das Volumen zu steigern ist deshalb schier unmöglich.

2018 war laut Aurelio Montes Jr. der vielversprechendste und beste Jahrgang überhaupt für die drei Icons. Ein milder Frühling ohne Frost, ein nicht zu heißer Sommer und ein langer, trockener Herbst erlaubten den Reifeprozess bis zur Lese so lange hinauszuzögern, bis die Trauben das optimale Stadium erreichten. Ein frühzeitiger Start der Ernte aufgrund von Regen war nicht notwendig.

Aurelio Montes Jr. berichtet von den ganz eigenen Geschichten und Ideen, die die drei Weine so besonders und weltweit beliebt machen.

Montes Alpha M 2018 © Viña Montes
Montes Alpha M 2018 © Viña Montes

Stilvolles Kunstwerk: Montes Alpha M 2018

Zu der Zeit als die Idee für diesen Wein geboren wurde, gab es überall Cabernet Sauvignon. Um am Weltmarkt mitzumischen, entwickelte das Team deshalb auch einen, ABER mit einem kleinen Dreh, der das Ganze interessant macht. Cabernet Sauvignon ist immer gut in Chile. Aber „gut“ war für Montes nicht gut genug. Außergewöhnlich soll der Wein sein!

Neben dem Cabernet Sauvignon, der Stärke, Stabilität und kräftige Tannine bietet, dient ein Teil Petit Verdot als Basis. Für das „Glücksgefühl“ und florale Noten sorgt Merlot. Das Gesamtbild ist keine laute, sondern eine feine, elegante und finessenreiche Cuvée mit roten Früchten, Rosmarin, Thymian, getrockneten Blüten und Zimt-Noten.

Und weshalb nochmal „M“? Aurelios Partner, Douglas Murray, hatte Handlungsgeschick, wie man es im Buche steht. Der Marketingmann reiste im Schnitt sieben Monate durch die Welt, um die Weine bekannt zu machen.

Aurelio, die Menschen sehen immer nur mich, aber es ist dein Name, der auf den Flaschen steht!“, scherzte er eines Tages. Dieser erste Icon Wein von ganz Chile wurde ihm gewidmet. Das „M“ steht für Murray.

Trinkfenster: Ab jetzt und bis 2026.

100% verrückt: Montes Folly 2018

Der erste Syrah-Rebstock in ganz Chile, auf den steilsten Hängen gepflanzt und auf feinste Weise, nach der Icons-Art, rebsortenrein vinifiziert – jaja, klar. Das kann doch gar nicht gut enden! Genau das setzte Aurelio Montes Sr. um und wurde – zugegeben verständlicherweise – von einigen Kollegen für verrückt erklärt. Heute wurde der Folly zum besten Syrah Chiles erkoren und erntet globalen Ruhm für die anfangs wageMUTige Idee.

Im Vergleich zum feinen Alpha M ist dieser ein wahrer Blockbuster! Die 100 Prozent Syrah ergeben einen reduzierten, kompakten und starken Wein von tiefroter, beinahe schon schwarzer Farbe. Die Kombination aus dunklem Obst, Blaubeeren, Brombeeren, Rosmarin, schwarzem Pfeffer, Tabak-Noten und einem Hauch von rohem Fleisch schaffen eine Komplexität und eine Geschmacksexplosion am Gaumen.

Ein großer Wein, den man nach der Empfehlung des Winzers am besten eine Dreiviertelstunde zuvor dekantiert und zu Lamm genießt. Denn die ausgeprägte Säure des Weins mit den kräftigen Tanninen kombiniert mit dem Fett des Fleisches sind eine Komposition für Gourmets!

Trinkfenster: Ab jetzt und bis 2026.

Montes Folly 2018 © Viña Montes
Montes Folly 2018 © Viña Montes
Purple Angel © Viña Montes
Purple Angel © Viña Montes

Eigentlich ausgestorben: Purple Angel 2018

Alles aus Versehen! Der Carménère kam irrtümlich nach Chile. Vor 300 Jahren brachten Einwanderer französische Reben nach Zentralchile. Besonders beliebt war Merlot. Darunter haben sich aber ein paar Carménère-Stecklinge geschummelt. Weil letztere stärker sind, haben sie sich prozentuell durchgesetzt.

Carménère ist eine wahre Qual bei der Ernte. Die Beeren reifen nämlich kaum heran (deshalb ist die Sorte in Bordeaux auch ausgestorben!). Ein unreifer Carménère ist einfach ungenießbar. Die größte Crux dabei: Wenn man am Weinberg die Trauben kostet und sie für Lese-bereit befindet, sollte man sie trotzdem noch ein paar Wochen hängen lassen. Das benötigt eine ordentliche Portion Mut. Montes‘ Erfahrung hilft da ungemein: Ganze zwei Monate erst nach Merlot wird die Sorte geerntet.

Der Purple Angel besteht zu 92% aus Carménère-Trauben. Aufgrund der langen Reifezeit gehen Säure und Tannine verloren. Dafür entwickelt sich aber eine ungeheure Komplexität mit würzigen Aromen und einem überaus angenehmen Mundgefühl. Die restlichen acht Prozent sind Petit Verdot. Für die Struktur ist das wichtig, da seine starke Säure und seine intensiven Tannine Halt geben.

Weißer und roter Pfeffer, roter reifer Paprika und Brombeeren-Joghurt schlagen am Gaumen durch. Aurelio Jr. liebt den Purple Angel zu pikanten Thai-Gerichten. Ein sehr subtiler Wein, der sowohl Weinliebhabern, die sich dem Thema annähern, und Profis bekommt.

Trinkfenster: Ab jetzt und bis 2028.

Wo die Icons-Weine zu bekommen sind, finden Sie hier: https://www.wine-partners.at/montes-wein-bezugsquellen/

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Nächstes Jahr wird ein neuer Montes Carménère released: Eine Ode an die Frauen, die das Weingut zu Erfolg geführt haben. Die dafür verwendeteten Trauben stammen aus den höchsten Weingärten aus Apalta. Mehr dazu folgt spätestens bei der ProWein 2022.