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Ernst Huber, Gründer des renommierten Heurigen Fuhrgassl-Huber, verstarb im 84. Lebensjahr

Abschied von einem Grandseigneur

31.01.2020

Sorry, this entry is only available in German.

Fuhrgassl-Huber, Opa Ernst Huber und Gerti Huber © Familie Fuhrgassl-Huber
Ernst Huber schuf mit seiner Frau Gerti eine Ikone der Wiener Heurigenkultur. Der leidenschaftliche Wirt war schon zu Lebzeiten eine Legende. Sein Erbe wird weiterleben – in Neustift und in ganz Wien. © Familie Fuhrgassl-Huber

Mit ihm verlieren die Wiener Winzer und Heurigenwirte einen ihrer großen Visionäre, einen Mann von Charisma und Erfahrung, geschätzt für seine Handschlagqualität, beliebt für seine umgängliche, offene Art. Für Kollegen war er immer mit guten Ratschlägen zur Hand und wenn es zu Spannungen kam, dann war es seine integrative Persönlichkeit, seine Fähigkeit zur Versöhnung, die Probleme zum Verschwinden brachten. Nicht zuletzt deshalb vertraute der Weinbauverein Neustift/Salmannsdorf 30 Jahre lang auf seine bewährte Führung: Ernst Huber war der längst dienende Obmann in der Geschichte des Neustifter Weinbaus.

Ausdauer, unermüdlicher Einsatz und Treue – diese Eigenschaften prägten das ganze Leben des leidenschaftlichen Winzers und Heurigenwirten. Ernst Huber war 64 Jahre lang mit Gerti Huber verheiratet. Gemeinsam baute das Paar in den 70er-Jahren, aus dem Nichts, den Betrieb auf, der heute nicht nur zu den beliebtesten Heurigen Wiens zählt, sondern auch wesentlich dafür verantwortlich ist, dass Neustift zu einem Zentrum der Wiener Weingastronomie wurde.

Gemeinsam mit dem freundschaftlich verbundenen Architekten, Bühnenbildner und technischen Direktor der Wiener Volksoper, Leiter des Max Reinhardt-Seminars und Mitbegründer der Bregenzer Festspiele, Prof. Walter von Hoesslin, schufen Ernst und Gerti Huber ein Lokal, das es in dieser Form damals nirgendwo gab. Mehrere größere und kleinere Innenräume für große Gesellschaften wie für intime Runden, ein großzügiger Schankraum, behaglich ausgestattet, eine mächtige alte Weinpresse, ein weitläufiger und blumenreicher Garten, umrahmt von den Neustifter Weingärten. Ernst Huber erfand schließlich auch den Namen, der zum Markenzeichen wurde: In Anlehnung an das unscheinbare kleine Gässchen (Fuhrgassl) nebenan nannte er seinen Heurigen „Fuhrgassl-Huber“.

Buschenschank Fuhrgassl-Huber © Familie Fuhrgassl-Huber
Der Fuhrgassl-Huber: Jahrzehntelang Promitreff und Szene-Heuriger und auch heute noch zählt die Wiener Institution zu den bestbesuchten Gastronomiebetrieben Wiens. © Familie Fuhrgassl-Huber

Der Fuhrgassl-Huber avancierte zum Promi- und Szene-Heurigen, Stammlokal für Burgschauspieler und TV-Stars ebenso wie für Politiker und Wirtschaftsbosse. Gelegentlich wurden auch schon einmal festgefahrene Regierungsverhandlungen wieder flottgemacht oder internationale Staatsgäste bewirtet.

Für Ernst Huber stand stets die Buschenschank im Vordergrund, die Zufriedenheit der Gäste war sein oberster Maßstab. Es war dem Grandseigneur eine große Freude, dass sein Enkerl Thomas Huber den Weinbau im Jahr 2013 übernahm. In stets enger Abstimmung mit seinem Großvater und Mentor führte Thomas Huber den Wein des Familienbetriebs an die qualitative Spitze des Wiener Weinbaus heran. Seit 2016 ist das Weingut Fuhrgassl-Huber auch Teil der WienWein-Gruppe. Der Enkel des Gründers erweist sich als würdiger Nachfolger des verstorbenen Visionärs, ein echter Neustifter, um nichts weniger zielstrebig und engagiert als der Großvater. Vom Opa hat Thomas das Handwerk gelernt, er hatte stets eine innige Beziehung zu ihm.

In seinen Töchtern und Enkelkindern lebt das Werk Ernst Hubers weiter – Ernst Huber hat ein Familien-Imperium geschaffen, das es ihm möglich machte, jeder seiner vier Töchter einen Betrieb zu vermachen. Denn das Wohlergehen der Familie stand stets an erster Stelle.

Thomas Huber Weingut Fuhrgassl-Huber © Raimo Rudi Rumpler
Enkelsohn Thomas Huber (28) übernahm 2013 das Weingut Fuhrgassl-Huber und führte es an die qualitative Spitze des Wiener Weins heran. Das Handwerk lernte er von seinem Großvater, zu dem er stets eine innige Beziehung hatte. © Familie Fuhrgassl-Huber

Ökonomierat Ernst Huber, Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien und langjähriger Kammerrat der Wiener Landwirtschaftskammer, hat den Wiener Weinbau und die Wiener Heurigenkultur für immer verändert. Er war schon zu Lebzeiten eine Legende. Sein Erbe wird weiterleben – in Neustift und in ganz Wien.

Ernst Huber hinterlässt seine Frau Gerti, seine vier Töchter Elisabeth, Gerti jun., Renate und Michaela, 6 Enkel und 5 Urenkel.

  • Tochter Elisabeth Huber führt den Heurigen “Sissi Huber”, Roterdstraße 5, 1160 Wien.
  • Tochter Gerti Huber führt die „10er Marie“, Ottakringerstraße 222-24, 1160 Wien.
  • Tochter Renate Kronberger-Huber und Enkel Norbert führen das „Landhaus Furhgassl-Huber“, Rathstraße 24, 1190 Wien.
  • Tochter Michaela Huber führt das Restaurant „s‘Pfiff“, Rathstraße 4, 1190 Wien.
  • Enkel Thomas und Enkel Theresa führen die “Buschenschank Fuhrgassl-Huber”, Neustift am Walde 68, 1190 Wien.
  • Enkel Thomas ist zudem für den Weinbaubetrieb Fuhrgassl-Huber verantwortlich.
  • Enkel Michael führt das Restaurant „Terra Rossa“, Roterdstraße 3, 1160 Wien.

Am Montag, dem 10. Februar wird der Verstorbene am Neustifter Friedhof beigesetzt.

Von Kranz- und Blumenspenden bitten wir im Sinne des Verstorbenen abzusehen.
Spenden Sie bitte den dafür gedachten Betrag an die St. Anna Kinderkrebsforschung
Konto: BAWAG, P.S.K.; IBAN: AT61 2011 1300 0102 5567,
BIC: BAWAATWW

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