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1. Präsentation der Chronik von Gut Hermannsberg

Die Geschichte der Königlich-Preussischen Weinbaudomäne

12.03.2012

Sorry, this entry is only available in German.

Gut Hermannsberg Gruppenfoto Erstpräsentation Chronik ©Kerstin Bänsch
v. l. Michael Prinz zu Salm-Salm, Helmut Dönnhoff, Christine Dinse (GH), Landrat Franz-Josef Diel, Karsten Peter (GH) und Jens Reidel (GH) © Kerstin Bänsch

Die Chronik handelt von der Geschichte eines besonderen Weinguts an der Nahe und verbindet Preußen, Prominenz und besten Riesling. Wein aus Deutschland hat in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Aufschwung erlebt. Vor allem der Riesling zählt wieder zu den feinsten Weinen der Welt. Um die Wende zum 20. Jahrhundert war dies schon einmal so: Die besten Rieslingweine waren damals teurer als die feinsten Bordeaux und Burgunder. Doch die Zeiten änderten sich. Die glanz- und wechselvollen Jahrzehnte der Wein- und Zeitgeschichte verkörpert Gut Hermannsberg an der Nahe wie heute nur sehr wenige Betriebe in Deutschland.

Gegründet wurde es 1902 vom Staat Preußen als „Königlich-Preussische Weinbaudomäne“ zwischen Niederhausen und Schloßböckelheim, wunderschön gelegen hoch über der Nahe. Die Gutsgeschichte führt durch zwei Weltkriege, das Kaiserreich, den Nationalsozialismus, die junge Bundesrepublik sowie die gesellschaftlichen und ökonomischen Umwälzungen seit den 60er Jahren. Zeitgeschichte, Wissenschaft, Politik und Prominenz haben den Riesling dabei stets begleitet. Und umgekehrt. Einige der Lagen des Gutes, die wahrscheinlich zu den besten der Welt gehören, wurden mit gewaltigem Aufwand von Menschenhand geschaffen. Doch in den ersten Jahren gab es nicht einmal ein Kelterhaus.

Unveröffentlichte Originaldokumente und rare Verkostungsnotizen

Die spannende und bewegte Geschichte als Spitzenweingut und Kulturdenkmal des deutschen Weins hat Dr. Christine Dinse akribisch recherchiert und aufgeschrieben. Sie übernahm das Gut gemeinsam mit Jens Reidel im Jahr 2009. Mit dem Kauf wurden auch historische Dokumente übergeben, darunter das erste Kellerbuch aus dem Jahr 1907. Christine Dinse: „Alles fing damit an, dass ich kurz nach dem Kauf des Weingutes in Schränken und auf dem Dachboden herumstöberte. Ich fand Fotografien, Urkunden und Unterschriften von Hindenburg und Theodor Heuss…“
Fasziniert von der Geschichte der Domäne, recherchierte Dinse bundesweit in Archiven und Ämtern, befragte Zeitzeugen und sammelte weitere historische Dokumente und Fotos. Christine Dinse: „Bei den Interviews floß so manche Träne, als zum Teil sehr persönliche Erinnerungen hochkamen.“

Daraus entstand die Chronik „Gut Hermannsberg“, eine einzigartige Zeitreise durch die Historie eines besonderen Weinguts an der Nahe zwischen Preußen, Prominenz und bestem Riesling. Bislang unveröffentlichte Originalakten, Verkostungsnotizen, historische Karten, Fotos, Dokumente sowie großformatige Landschaftsaufnahmen illustrieren eindrucksvoll den langen Weg vom „fiskalischen Musterweinberg“ der Jahrhundertwende bis zum Neuanfang als Gut Hermannsberg.

Dr. Christine Dinse schrieb nach jahrelanger Recherche-Arbeit die Gut Hermannsberg Chronik © Gut Hermannsberg

Mit Gast-Beiträgen von Stuart Pigott, Armin Diel und Michael Prinz zu Salm-Salm

Das Buch ist in Dekaden eingeteilt und angereichert durch Themen-Specials und Zeitzeugenberichte. So können Weinfreunde in der Geschichte des Guts und des Rieslings stöbern oder sich in Details vertiefen. Das Werk ist dennoch nicht bloß für Spezialisten gedacht, sondern richtet sich an alle, die deutschen Wein lieben und mehr über seine Geschichte erfahren wollen. Der bekannte Weinkritiker Stuart Pigott hat dazu eine Betrachtung über den Riesling beigesteuert. Armin Diel, Journalist und Inhaber des benachbarten Schlossguts Diel, schreibt über die Besonderheiten des Weinbaus an der Nahe. Das Vorwort verfasste der langjährige VDP-Vorsitzende Michael Prinz zu Salm-Salm, und Nachbar Top-Winzer Helmut Dönnhoff schrieb ein wunderschönes Statement am Ende der Chronik. Diese beiden renommierten Persönlichkeiten des deutschen Weinbaues ließen es sich auch nicht nehmen, an der ersten Vorstellung des vollendeten Werkes auf Gut Hermannberg teilzunehmen.

An der Hochzeitstafel von Prinz Charles und Diana wurde mit Domänen-Riesling angestoßen

Die ehemalige Weinbaudomäne wurde zwischen 1902 und 1914 von Gefangenen errichtet, deren „Filialgefängnis“ mitten in den künftigen Weinbergen stand. Sie bewegten hunderttausende Kubikmeter Erde und sprengten gewaltige Felsen, um die heutigen Spitzenlagen „Kupfergrube“ und „Hermannsberg“ anzulegen. Bald folgten goldene Jahre. Die Liste der Gäste spiegelt die Zeitgeschichte auf atemberaubende Weise wider: Reichsfeldmarschall Paul von Hindenburg, der persönliche Intendant Hitlers, Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Helmut Kohl. Der rheinlandpfälzische
Landtag debattierte hier regelmäßig, Minister und hohe Staatsgäste aus aller Welt kamen zu Besuch. Auch die britische Königin Elizabeth II., die Hochzeitsgäste von Kronprinz Charles und Prinzessin Diana sowie der französische Staatspräsident Francois Mitterand tranken den Riesling der Domäne, der jahrzehntelang zur deutschen Spitze gehörte. So schrieb beispielsweise 1971 der renommierte Weinkritiker Hugh Johnson, das Gut habe „die Weinbaukunst zur höchsten Vollendung gebracht“ .

Große Geschichte und kleine Begebenheiten des Alltags

Es ist nicht nur die Geschichte Deutschlands, die den Wert dieses Buches ausmacht. Vor allem die kleinen Begebenheiten des Alltags machen es so lesenswert. Dinse berichtet liebevoll von den Direktoren, von Weinbergsarbeitern und den Problemen, feste Schuhe für sie aufzutreiben, vom skurrilen Bürokratenstreit über Hundefutter, über eine Geburt im Bombenhagel und von Damiano, dem ersten Gastarbeiter aus Italien, der 1957 mit seiner Familie auf das Weingut kam. Christine Dinse schildert lebendig und authentisch diese Geschichte, erzählt von den Gesichtern der ehemaligen Domäne – und natürlich vom Wein. Rieslingfreunde erfahren in diesem Buch, wie schwer es war (und noch heute ist), allerbesten Riesling zu produzieren. Wie sehr kleine Details über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Oder einfacher: Wie Menschen großen Riesling produzieren.
Christine Dinse: „Der Blick zurück war und ist uns wichtig. Er ist zugleich der Blick nach vorn. Für uns ist Gut Hermannsberg ein Kulturgut, mit dem wohlüberlegt und behutsam umgegangen werden muss. Auch wir haben uns – wie unsere Vorgänger – vorgenommen, gemeinsam mit einem engagierten Team von Gleichgesinnten, großen Riesling zu produzieren. Ganz in der Tradition der Königlich-Preußischen Domäne.“

Dieses Buch richtet sich an alle, die deutschen Riesling lieben und mehr über seine Geschichte erfahren wollen.

Bestellinformationen zur Chronik

Dr. Christine Dinse
Gut Hermannsberg. Geschichte der Königlich-Preußischen Rieslingdomäne
270 Seiten
ISBN: ISBN 978-3-00-037069-4
Preis: EUR 69,-

 

Die Chronik ist ab 2. März 2012 bestellbar bei

Gut Hermannsberg
Gudrun Maurer
Ehemalige Weinbaudomäne
55585 Niederhausen
Tel. 0049 6758 9250-14
Fax. 0049 6758 9250-19
Email: g.maurer@gut-hermannsberg.de

Ab 8. März 2012 in allen Buchhandlungen sowie bei Amazon.de.

Gut Hermannsberg Gruppenfoto Erstpräsentation Chronik ©Kerstin Bänsch
Autorin Dr. Christine Dinse © Kerstin Bänsch
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