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Rotweinkompetenz aus dem Hause Nil

Ein guter Grund…

06.03.2018

Sorry, this entry is only available in German.

Weingut am Nil Nil Saumagen @ Andreas Durst
Von der Sonne verwöhnt: Der Kallstadter Saumagen ist aufgrund seiner süd-östlichen Ausrichtung eine besonders warme Lage © Andreas Durst

Der Kallstadter Saumagen

Die Weinlage „Kallstadter Saumagen“ ist 37 Hektar groß, vier davon bewirtschaftet das Weingut am Nil. Eine kleine Katasterlage innerhalb dieser vier Hektar nennt sich “Nill” und ist daher Namensträger des Weinguts am Nil. Kein Wunder, dass der Saumagen die Lieblingslage von Betriebsleiter Johannes Häge ist: “Es ist jedes Jahr eine absolute Freude, die Weine aus dem Saumagen das erste Mal zu verkosten. Diese Spannung, Präzision und Kraft findet man in der Pfalz nur selten.

Der Saumagen ist am Rande des Pfälzer Waldes gelegen und gibt einen phänomenalen Blick über die Rheinebene bis hin zum Rhein-Strom preis. Durch die Ausrichtung nach Süd-Osten erhalten die Reben viel Sonne. Der Kalkmergelboden mit großem Löss-Lehm-Anteil lässt die Reben tief wurzeln und ist ein hervorragender Wasser- und Wärmespeicher. Auf einem der steilsten Filetstücke des Saumagens, in einer Höhe von 180 Metern, wachsen seit 35 Jahren die Spätburgunder-Reben des Weinguts.

Weingut am Nil Saumagen @ Andreas Durst
Durch den erhöhten Lehmanteil im Saumagen werden Wasser und Wärme besonders gut gespeichert © Andreas Durst

Saumagen Spätburgunder

Die Trauben für den Nil’schen Spätburgunder aus dem Kallstadter Saumagen wurden per Handlese am 20. September 2015 geerntet. Nach sieben Tagen Kaltmazeration bei 4°C wurde der Spätburgunder in neuer französischer Eiche drei Wochen lang spontan vergoren. Auch sonst ließ Kellermeister und Betriebsleiter Johannes Häge dem Wein seinen natürlichen Lauf. Mitte Mai machte der Spätburgunder dann den biologischen Säureabbau und wurde vor der Füllung zwei Jahre später lediglich noch leicht geschwefelt.

Der Rotwein, der aus dieser außergewöhnlichen Lage kommt, hat beachtlichen Tiefgang. Spannend ist vor allem das Spiel aus heller Frucht, präziser, frischer Struktur und komplexer Reife. “Nach Jahren, in denen mächtige, vollreife Rotweine besonders gesucht wurden, ist nun wieder eine Ära der Frische und Präzision angebrochen.”, freut sich Johannes Häge. Für deutsche Rotweine ist dies ein wichtiger Moment. Und der Saumagen liefert Pinots in Perfektion, wie Sommeliers und Weinexperten aus vielen Ländern konstatieren.
Der 2015er Pinot Noir vom Kallstadter Saumagen ist ein Wein, der sein großes Potential jetzt schon erahnen lässt und der Liebhabern von jugendlicher Frische viel Freude bereitet. Es lohnt sich aber, ihm ein paar Jahre der Reife zu gönnen.

Der kleine Bruder

Der 2015er Spätburgunder Ortswein, der aus den Lagen rund um Kallstadt stammt und zeitgleich auf den Markt kommt, steht seinem großen Bruder in puncto Frucht um nichts nach. Kirsche und Brombeere strömen aus dem Glas. Auch er darf noch reifen, ist aber schon in seiner Jugend trotz Dichte und Kompaktheit gut zugänglich.

Weingut am Nil Spätburgunder Saumagen 2015
Der 2015er Spätburgunder vom "Kallstadter Saumagen". Erhältlich ab Weingut und bei PS Wein für € 25,50.
Weingut am Nil Spätburgunder 2015
Der 2015er Spätburgunder (Ortswein) ist ab Weingut und bei PS Wein für € 13,00 erhältlich.

Über das Weingut am Nil

Das Weingut am Nil, das unter diesem Namen noch recht jung ist, liegt in Kallstadt, etwa eine Stunde südlich von Frankfurt. Erst 2010 wurde das historische Ensemble von Ana und Reinfried Pohl übernommen und seither liebevoll renoviert. Damit steigt die zweite Generation der Familie Pohl in den Weinbau ein: Schon Ende der 1990er Jahre gründete die Familie das Weingut „Herdade dos Grous“ in der portugiesischen Region Alentejo.

Die Wurzeln des Weinguts am Nil (ehemals Weingut Schuster) reichen weit zurück. Es wurde bereits 1840 gegründet, und schon damals wurde der Kallstadter Löwe, der seit dem 15. Jahrhundert das Wappen der Stadt ziert, zum Symbol erkoren. Im Zuge des Relaunch erhielt das Weingut einen neuen Namen, der Löwe aber blieb. Wenn auch in alternativer Farbgebung.

Der Name „Nil“ ist auf die historische Einzellage Nil zurückzuführen, die heute Teil des Kallstadter Saumagens ist. Der Saumagen selbst ist eine der renommiertesten Lagen der Pfalz. Das Weingut am Nil erstreckt sich über rund 4 Hektar im Kallstadter Saumagen. Daneben zählen auch die Lagen Ungsteiner Herrenberg (1,2 Hektar) und Ungsteiner Weilberg (0,8 Hektar) zu den Toplagen des Weinguts. Weitere 20 Hektar liegen in ebenso traditionsreichen Lagen in und um Kallstadt.

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