Deutsch  |  English
NEWS

"Ask Wine&Partners.
They know how to do it"

Peter-Jordan-Straße 6/3
1190 Wien

+43 1 369 79 900
office@wine-partners.at
  | Suche

Eisenberg & Leithaberg in Zürich

Herkunftsweine aus dem “kühlen Eck”

17.10.2019

Sorry, this entry is only available in German.

Ried Krainer © J. Siffert
Für das Weingut Nehrer ist die Ried Krainer am Fusse des Leithagebirges vor allem für Chardonnay von besonderer Bedeutung. © J. Siffert

Johannes Nehrer spaziert durch die Ried Krainer. Die Weinbergslage befindet sich am Fuße des Leithagebirges, in der Ferne lässt sich der Neusiedlersee erahnen. Der direkte Einfluss von Österreichs größtem Steppensee ist hier deutlich geringer. Weingärten, die sich in der Nähe seines Ufers befinden, werden vom See mit warmen Luftströmen versorgt, in der Ried Krainer haben allerdings kühlende Winde direkt aus dem Leithagebirge das Sagen. “Die Ried Krainer zählt mit knapp 28 Hektar zu den grössten Lagen in St. Georgen, von denen wir 5 bewirtschaften”, erzählt Johannes Nehrer, “allerdings ist für unseren Lagen-Chardonnay ausschliesslich das nord-östliche Teilstück direkt an der Waldgrenze interessant.” Hier, im “kühlen Eck”, bietet der lehmige Kalkboden die besten Voraussetzungen für Chardonnay, gleichzeitig strömen feine Winde vom Leithagebirge und frische Waldluft durch die Rebzeilen. Johannes Nehrer gerät ins Schwärmen, wenn er davon spricht, wie sich dieser Umstand im Wein ausdrückt: “Die Eleganz ist einfach wundervoll, die Struktur fantastisch. Der stetige Lufthauch bewirkt ein prägnantes Säureprofil, spielerisch und leichtfüssig.”

DER BEGEHRTE BLAUFRÄNKISCH

Die Ried Feurer, deutlich kleiner als die Ried Krainer, liegt am Südost-Hang des Leithagebirges. Karge Böden und ein überwiegend hoher Anteil an Muschelkalk lassen hier herrlichen Blaufränkisch entstehen. Und wieder ist es die unmittelbare Nähe zum Wald, die Johannes Nehrer bei seinen Weinen in die Hände spielt: “Die Waldluft fördert im oberen Teilstück der Lage unmittelbar Kühle in die Trauben”, erklärt Johannes Nehrer. “Im unteren Teil werden Boden und Trauben zunächst von der Sonne gewärmt und von trockenen, frischen Luftströmen aus dem Leithabgebirge nur noch abgekühlt. Dadurch ist das Botrytis-Risiko gering und wir können mit der Lese immer bis weit in die Vollreife warten.” Für die Weine bedeutet das: frische Mineralik, balancierte Konzentriertheit und ein feines, unaufdringliches Säurespiel. Vorsicht ist dennoch geboten, denn die reifen, vollen Trauben sind vor allem bei den Waldbewohnern äusserst begehrt: “Vögel sind besondere Feinschmecker”, erzählt Johannes. “Deshalb arbeiten wir hier mit Netzen, um die Trauben vor dem Appetit der Tiere zu schützen.”

Ried Feurer © J. Siffert
Ried Feurer ist die Heimat für begehrten Blaufränkisch. © J. Siffert
Johannes Nehrer © J. Siffert
Johannes Nehrer bei der Begutachtung der Weingärten. © J. Siffert

RIESLING & BLAUFRÄNKISCH VON DER DOPPELSPITZE

Knappe 100 Kilometer Richtung Süd-Südost zeigt sich ein ähnliches Bild. Eisenberg-Winzer Rainer Stubits befindet sich in den Weingärten am Csaterberg, der sich – eingebettet in eine dichte Waldlandschaft – wie eine Insel aus einem Meer aus Laub- und Nadelbäumen erhebt. Die zwei Gipfel werden Klein– und Hochcsater genannt und stellen zwei besondere Einzellagen des Gebietes dar. Hier wurzeln die Weinreben auf tiefgründigem und sehr eisenhaltigem Terroir, immer wieder mit Süßwasseropalen durchsetzt. Das bringt feingliedrige, würzige Mineralität in die Weine. Das wirklich Spannende spielt sich aber oberhalb des Bodens ab.

Csaterberg © Weingut R. Stubits
Die Doppelspitze des Csaterbergs erhebt sich aus einem Meer aus dichtem Laub- und Nadelwald. © Weingut Rainer Stubits

“Die Weingärten stehen im direkten Einfluss vom nahe gelegenene St. Georg See”, weiss Rainer Stubits. “Der weht untertags nasse Luft in die Weingärten. Das erfrischt sie, vor allem, wenn sich der Boden tagsüber durch die Sonneneinstrahlung erwärmt hat. Abends bekommen die Trauben frische Waldluft direkt aus dem umliegenden Mischwald, der sie gleichzeitig auch vor allzu kalten Nordwinden schützt.” Ein beeindruckendes, komplexes Mikroklima. Was bedeutet es jetzt konkret für die Herkunftsweine?

“Niemals überfordernd, sondern fein und ausbalanciert”, beschreibt Rainer Stubits seine Weine vom Csaterberg. Das gelte sowohl für Weiss- als auch für Rotweine. “Der Welschriesling hat besonders viel Struktur, schmeckt erfrischend nach Kräutern, wie ein Hauch von Minze. Der Blaufränkisch ist voller Frucht. Bei beiden rückt die typische feingliedrige, würzige Mineralität in den Vordergrund, die die Weine aus unserem Gebiet so aussergewöhnlich macht.” Diese Vitalität findet nicht nur an der Oberfläche statt, sondern bildet auch die Basis für die Langlebigkeit und das Reifepotential der Weine.

*   *  *   *   *   *   *   *   *

EISENBERG & LEITHABERG 
DAC Weine
WALK-AROUND-TASTING
Dienstag, 29. Oktober
11.00 Uhr bis 16.00 Uhr
* * * * * * * *
14.30 Uhr bis 15.30 Uhr
MASTERCLASS
mit Marc Almert
* * * * * * * * *
Smith and De Luma
Grubenstrasse 27
8045 Zürich
* * * * * * * *
Bitte richten Sie Ihre Teilnahme an Marcus Krall unter
tasting@wine-partners.at

 

 

*   *  *   *   *   *   *   *   *

 

EISENBERG DAC
Weingut Grosz | Groszer Wein | Weingut Jalits
Weingut Kopfensteiner | Weingut Krutzler | Weingut Poller
Weingut Schützenhof | Weingut StephanO | Weingut Straka | Weingut Stubits Rainer
Weingut Stubits Walter | Weingut Wachter Thom | Weingut Wachter-Wiesler

LEITHABERG DAC
Weingut Altenburger | Weingut Bayer | Weingut Esterházy
Weingut Hartl | Weingut Hillinger | Weingut Jagschitz
Weingut Kirchknopf | Weingut Nehrer | Weingut Nittnaus
Weingut Pasler | Weingut Prieler | Weingut Sommer
Weingut Tinhof | Weingut Zehetbauer