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#mutmachen

Menschenwürde statt Gewinnmaximierung

07.04.2020

Sorry, this entry is only available in German.

 

Niemand kann Ewald Pöschko, dem Geschäftsführer der Braucommune in Freistadt in Oberösterreich so leicht nachsagen, dass er ein wirtschaftsfremder Träumer wäre. Im Gegenteil: Die Privatbrauerei läuft auch jetzt in der Krise auf Hochtouren. Trotzdem will Pöschko nur sehr behutsam expandieren, denn der Charakter des Unternehmens als kleine, feine, regional und handwerklich produzierende Privatbrauerei soll auf keinen Fall gefährdet werden. „Wichtiger als Wachstum ist für mich, dass es uns gut geht“, definiert Pöschko sein Ziel und präzisiert: „Damit meine ich alle, die mit der Brauerei zu tun haben. Das ist mir wichtiger als ein paar Euro mehr auf dem Konto.“

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise ist viel vom Umdenken die Rede. Es macht Mut, zu sehen, dass es schon jetzt Unternehmen gibt, die quergebürstet agieren – und damit auch noch Erfolg haben. Für Pöschko ist klar, woran das liegt: „Wir können es uns leisten, aufs Gemeinwohl zu schauen, weil wir selbständig und unabhängig sind. Wir müssen nicht fremdbestimmt irgendwelche Konzernvorgaben erfüllen.“ Tatsächlich ist die Freistädter Brauerei das letzte Beispiel für die Rechtsform einer „Commune“: Jeder Hausbesitzer innerhalb der Stadtmauern von Freistadt ist Miteigentümer der Brauerei, pro Jahr steht ihm daher eine bestimmte Anzahl von „Eimern“ Bier zu.

Für weitere Infos: Gemeinwohl-Bilanz

Braucommune Freistadt Brauhaus © Braucommune Freistadt
Das Brauhaus der Freistädter Brauerei wurde in den letzten Jahren sehr behutsam und aufwändig renoviert. Hoffentlich wird ein Besuch bald wieder möglich sein! © Braucommune Freistadt
CulturBrauer in Fuschl am See © Niklas Stadler | www.niklasstadler.at
Die Chefs der österreichischen CulturBrauer, der auch die Freistädter Brauerei mit Ewald Pöschko angehört. Die Chefs der CulturBrauer: Hier vlnr.: H. Stöhr (Eggenberger), E. Pöschko (Freistädter), H. Huber (Mohren), K. Schwarz (Zwettler), K. Möller (Hirter), S. Sigl (Trumer), K. Trojan (Schremser) und S. Rieberer (Murauer). © Niklas Stadler

 

Die Braucommune in Freistadt gehört zudem der Gruppe der CulturBrauer an. Das ist eine Vereinigung von acht mittelständigen, unabhängigen Privatbrauereien, die weiteren Mitglieder sind Trumer, Hirter, Schloss Eggenberg, Murauer, Mohren, Zwettler und Schremser. Diese Brauereien bestehen seit Jahrhunderten, denken in Generationen, treiben die Biervielfalt in Österreich voran und setzen sich umfassend für ihre Regionen ein. Die Biere der CulturBrauer gibt es allesamt auch im Lebensmittelhandel. Daher also, solange die Restaurants geschlossen bleiben: Schutzmaske aufsetzen, Biervorrat nach Hause tragen, Hände waschen, Flasche öffnen und genießen.

Folgende Corona-Lieferdienste sind installiert:

Trumer Hopfenbox
Hirter Genussbote
Murauer Flaschenpost
Eggenberger HEIMDIENST
Zwettler

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