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Aurelio Montes on Ice

Ganz schön kalt

17.12.2020

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Er war der erste, der in den steilen Hängen von Apalta Wein anbaute, der erste, der Premiumweine aus Chile exportierte und der erste und einzige, der in der pazifiknahen Region Zapallar Reben pflanzte. Auch mit 70 Jahren lässt der Pioniergeist von Aurelio Montes nicht nach. Seine neueste Leidenschaft bringt ihn ganz in den Süden Chiles, auf die Inselgruppe Chiloé in Patagonien. Chiloé befindet sich ungefähr auf dem gleichen Breitengrad wie Tasmanien in Australien oder Mount Cook in Neuseeland (Südinsel). Wir sprechen vom 43,11° südlicher Breite. Hier wurde in Chile noch nie Wein angebaut.

Das Chiloé Archipel ist sehr dünn besiedelt. Die Bewohner der Inseln leben hauptsächlich von der Lachszucht, der Landwirtschaft und von den Touristen, die in diesem kleinen Inselparadies Abgeschiedenheit und pure Natur suchen und die von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe ernannten Holzkirchen entdecken.

Die Reben für Montes Versuchsweinberg stehen auf der winzigen Insel Mechuque im Nordosten der Hauptinsel. Hier leben gerade einmal 300 Menschen. Die kleine Insel gilt aufgrund ihrer Pfahlbauten mit Lärchendächern als besonders pittoresk. Aurelio Montes war es wichtig, die lokale Bevölkerung in sein Projekt nicht nur einzuweihen, sondern sie aktiv einzubinden. Es war ihm schon klar, dass Weinbau hier nur Zukunft hat, wenn die Menschen, die hier leben, die Vision auch mittragen.

Chiles Major Wine Regions Montes

Warum gerade hier?

Bevor Montes sein Projekt umsetzte, bat er die Universität von Chile um eine umfassende Studie zu den natürlichen Bedingungen. Denn mit 880 Grad auf dem Winkler Index ist Chiloé grenzwertig für den Weinbau. Der Platz für die erste Rebpflanzung musste gut überlegt und nach klimatischen Parametern ausgewählt werden. Montes fand eine brachliegende Fläche, das einerseits von einem warmen marinen Einfluss profitiert, gleichzeitig aber durch seine natürliche hufeisenartige Form vor den den kalten Einflüssen der Humboldt-Strömung geschützt ist. Da gerade die jungen Weinreben sehr empfindlich und wärmebedürftig sind, verteilte Montes Muschelschalen zwischen den Rebstöcken. Sie reflektieren das Sonnenlicht, erwärmen sich und den Boden und geben diese Wärme auch an die jungen Setzlinge weiter.

Die Erde der Inselgruppe ist sehr fruchtbar. Nicht umsonst wird Chiloé als eine der möglichen Urheimaten der Kartoffel gehandelt. Mehr als zweihundert Kartoffelsorten werden hier angebaut. Die “Trumao”-Erde besteht aus abgelagerter Vulkanasche der Anden und ist ein leuchtendroter Boden mit guter Drainage. Das ist wichtig, denn die  durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 1.300 mm pro Jahr. Einheimische berichten gar von mehr als neun Monaten Regen im Jahr.

Hier pflanzte Aurelio Montes mit seinem Team und den Bewohnern von Mechuque in einem wirklichen Kraftakt die erste Rebfläche. Die meisten Werkzeuge dafür und vor allem alle Reben mussten per Boot auf die Insel gebracht werden. Gepflanzt wurde per Hand, und zwar ausschließlich Rebsorten, die mit diesem rauen Klima umgehen können:

  • Gewürztraminer
  • Chardonnay
  • Riesling
  • Pinot Noir
  • Sauvignon blanc
  • Albariño
  • Pinot Gris

Bisher entwickeln sich die Reben großartig. Aber ob es jemals aus dem Versuchsanbau auch einen marktfähigen Wein geben wird, wird man nun 2021 sehen. Aurelio Montes Senior sieht es entspannt “Das Leben ist vermutlich zu kurz, um die langjährigen Ergebnisse meiner Pflanzungen und Versuche selbst zu sehen.”, sagt der Wein-Avantgardist. “Aber sie machen trotzdem Sinn.” Denn Montes ist ein Familienweingut, und man denkt in Generationen.

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Die Anreise ist lediglich per Boot möglich. In mühevoller Arbeit transportiert man Werkzeuge und selbst die Rebstöcke vom Festland hierher.
Diese entzückende Insel ist fernab vom Trubel gelegen. Die Häuser stehen teilweise auf Stelzen, sind bunt bemalt, um das Gemüt etwas aufzuhellen. Denn hier herrscht oft Schlechtwetter.
Per Hand setzte man jeden Rebstock aus, auch in den teils eisigen Boden. Viele für Chile "exotische" Rebsorten wurden hier gepflanzt.
Gewürztraminer, neben Chardonnay, Riesling, Pinot Noir, Sauvignon Blanc, Albariño und Pinot Gris.
Dieses Projekt in Chiloé ist nicht nur für eine Generation gedacht. Hier blickt man in die Zukunft des Familienweingutes, gegründet von Aurelio Montes Senior und seinen Freunden.
Um die Böden zu wärmen, greift man auf den inseleigenen Muschelbruch zurück. So können die Rebstöcke von mehr Wärme profitieren.
Aurelio Montes jun. freut sich, dass das Projekt von der lokalen Bevölkerung so gut aufgenommen wird.
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