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„Taita“ – der neue Icon-Wein von Viña Montes

27.09.2013

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Montes Wein Taita © Montes
Chile's neuer Icon-Wein heißt "Taita"

Aurelio Montes hat schon öfter bewiesen, dass er das Beste aus dem Boden der chilenischen Weinbauregionen herausholen kann. Mit dem „Montes Alpha M“ schuf er ein Weinmonument, das weltweit in den besten Weinkellern Einzug gefunden hat. Doch mit dem neuen „Taita“ gelang es dem unermüdlichen Erneuerer des chilenischen Qualitätsweinbaues sich selbst noch einmal zu übertreffen.

Die Geschichte des Taita beginnt mit einem Flug über die Weinbauregion Marchigüe im Colchagua Valley, bei der Señor Montes aus dem Fenster der Maschine plötzlich eine Parzelle mit runden weißen Steinen erblickte, wie ein ausgetrocknetes Flussbett. Das war merkwürdig, weil sich kein Fluss weit und breit befand. Nur einer konnte die rätselhafte Bodenformation lösen: Terroir-Experte Pedro Parra, der erst kürzlich vom Decanter unter die „Top-50 Wine People of the World“ gewählt wurde. Parra fand durch genaue Bodenuntersuchungen heraus, dass die rund drei Hektar große Fläche vor rund 120.000 Jahren ein Gletscher gewesen sein musste. Das Gewicht des Eises formte die Landschaft. Dann veränderte ein heftiger Vulkanausbruch vor etwa 10.000 Jahren die Formation, der Gletscher schmolz, ein Fluss voller Geröll wälzte sich durch die heutige Parzelle von Marchigüe in Richtung Meer.

Eine phänomenale Entdeckung

– nicht nur aus geologischer Sicht. Denn die viele tausend Jahre wirkenden Erdkräfte haben hier einen Bodenmix hinterlassen, der lockere Steine, Granit und Lehm enthält und somit Potenzial für Weinbau höchster Qualität bietet. Allerdings auch unter hohem Risiko, das war dem Team um Aurelio Montes von Anfang an klar, denn die Umwelt verhält sich hier feindselig gegenüber allen Pflanzen und das Kleinklima setzt die Reben großem Stress aus. Wenn es jedoch gut geht, führt ein derart schwieriges Terroir zu besonders robusten Reben, die kleine und damit konzentrierte, hoch aromatische Beeren hervorbringen. Die Fläche wurde 2004 mit Cabernet Sauvignon, Carmenère, Syrah, Tannat und Tempranillo bepflanzt, wobei Aurelio Montes sogar noch einen Schritt weiter ging und auf Bewässerung ganz und gar verzichtete – in Chile eine völlig ungewöhnliche und extrem mutige Vorgangsweise.

Wahres Terroir-Gold

Das Ergebnis gab Montes schließlich Recht. Die vitalen, kräftigen Weinstöcke bringen Trauben hervor, die um rund 40 Prozent kleiner sind als Trauben aus bewässerten Kulturen, überdies dickschalig und extrem aromatisch. Schon nach der ersten Ernte war Aurelio angesichts dieser Traubenqualität überzeugt: „Aus diesen Trauben entsteht richtig großer Wein.“

Doch erst 2007 waren die Weinstöcke weit genug, um erstmals Trauben zu liefern, die auch in der Vinifizierung Montes’ Vorstellungen entsprachen. Taita 2007 lagerte zwei Jahre im neuen französichen Barrique und drei Jahre auf der Flasche und wurde erst kürzlich im Rahmen der 25-Jahr-Feier von Viña Montes in Bordeaux erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Fachwelt war begeistert. Ab Herbst 2013 ist das Weinwunder vom Fuß der Anden bei ausgesuchten Vertriebspartnern erhältlich.

Montes Taita Logo ©Montes

Erster Jahrgang: Taita 2007

Der neue Icon-Wein des Jahrgangs 2007 besteht aus 90 Prozent Cabernet Sauvignon sowie 10 Prozent Syrah und Carmenère. Die Trauben wurden ausschließlich in der Nacht von Hand gelesen. Nach einer siebentägigen Mazeration wurden die Trauben zehn Tage lang sanft überpumpt, um nicht zu viele Gerbstoffe auszulaugen. Anschließend wurde der Saft 30 Tage lang vergoren. Nach einer zweijährigen Ausbauzeit in neuen, französischen Barriques (medium toast) wurde Taita drei Jahre lang in der Flasche gereift und vor dem Abfüllen mild filtriert. Vom ersten Jahrgang wurden lediglich 3000 Flaschen gefüllt.

Ein Wein namens Weisheit

Der Name des neuen Weins verweist sowohl auf die Herkunft als auch auf die dahinter stehende Philosophie. Douglas Murray, einer der Gründer des Weinguts Viña Montes und langjähriger Geschäftspartner Aurelios, fand den passenden Begriff in altem, informellem Chilenisch. Taita bedeutet zugleich „Großvater“, „alter Mann“ und auch „Weisheit“.

Montes Aurelio Montes Sophie Liu Pedro Parra ©Patrick Cronenberger
Taita wurde auf der VinExpo 2013 erstmals vom chilenischen Winzer Aurelio Montes, der chinesischen Weinexpertin Sophie Liu und dem "Terroir-Papst" Pedro Parra vorgestellt

So schmeckt Taita 2007

Taita besteht aus 90 Prozent Cabernet Sauvignon und 10 Prozent aus Syrah und Carmenère.
Der Wein präsentiert sich in dunklem rubinrot, von tiefer Farbe. Nach einigen Minuten im Glas steigt ein betörender Geruch nach reifen, dunklen Früchten, Blaubeeren und Brombeeren in die Nase. Am Gaumen präsentiert sich Taita jugendlich-frisch, zeigt würzige Aromen, feine Tabaknoten, wiederum Blaubeeren, Mokka- und Trüffelnoten, feine Bitterschokolade. Seidiges aber sehr straffes Tannin, die mittlere Säure balanciert den Alkoholgehalt perfekt. Ausgeglichen, harmonisch, präzise, am Punkt. Sehr langer, feiner Abgang. Lagerpotential 15 – 20 Jahre.
Analytische Daten: 15,7 % Alkohol, 3,64 pH, 2,83 g/L Restzucker, 3,69 g/L Säure.
Empfohlene Trinktemperatur: 18 Grad. Taita sollte mindestens eine Stunde vor dem Genuss dekantiert werden.

Bezugsquelle und Preis, Deutschland und Östereich

Wein Wolf, www.weinwolf.de
ca. EUR 210, Edle Holzkiste mit 3 x 0,75l Flaschen ca. EUR 550. Verfügbar ab November 2013.

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