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15.04.2020

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Neun Weingüter, gemeinsamer Online-Spaß

Durch die Absage der ProWein in diesem Jahr vermissen viele Winzer den persönlichen Austausch und die Möglichkeit, ihre Weine gegenseitig zu verkosten. Denn Weinverkostungen mit befreundeten Winzerkollegen sind für viele Weinmacher ein fixes Ritual. Doch in Zeiten des Distanzhaltens muss man flexibel sein, und so bittet die Runde kurzerhand zur Video-Konferenz. Weintrinken via Internet – erstaunlicherweise klappt das ganz wunderbar, freut sich Leo Alzinger aus Unterloiben in der Wachau.

Vergangene Woche waren es nicht weniger als neun Winzerpaare, die sich auf diese Weise digital getroffen, wechselseitig ihre Weine verkostet und Gedanken ausgetauscht haben.

Schließlich ist es für Leo Alzinger höchst aufschlussreich, von Georg Prieler aus Schützen am Gebirge (Leithaberg) zu hören, was Letzterer über die Grünen Veltliner von Ersterem denkt. Und Andreas Wickhoff MW vom Weingut Bründlmayer (Kamptal) gerät ins Schwärmen, wenn er die Rieslinge von Falstaff-Winzerin des Jahres 2020 Caroline Diel sowie die von Winzer Emrich Schönleber (beide von der Nahe, Deutschland) im Glas hat. Christoph Wacher-Wiesler vom Eisenberg im Südburgenland bringt einen frischen Blaufränkisch und flotte Sprüche in die Runde. Maria und Michael Gross aus Slowenien zeigen ihren „Gorca“, einen herrlich duftenden Furmint. Felix Graf Adelmann aus Württemberg überrascht mit einem finessenreichen Lemberger und Rainer Schnaitmann aus Fellbach, nahe Stuttgart, zeigt seinen elegantesten Lemberger.

Wie beschrieben die Winzer die Weine der Online-Degustation?

Weingut Alzinger – 2018 Ried Steinertal Grüner Veltliner: Helles Gelbgrün, feine Nase, ausgeprägte Mineralik, reife gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von Blütenhonig. Saftig, rauchige Würze, salziger Touch im Nachhall.

Schlossgut Diel – 2017 Burgberg Riesling Großes Gewächs: Blasses Strohgelb; erinnert im Duft an Weihrauch und Myrrhe, Anflüge von Mirabelle und Aprikose; konzentrierte Fruchtfülle, sehr feine Mineralik, eleganter Körper, puristischer Stil, leicht salziger Nachhall.

Weingut Prieler – 2015 Ried Goldberg Blaufränkisch: Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe, breitere Randaufhellung. Mit feiner Mineralität unterlegte frische Herzkirschenfrucht, ein Hauch von Brombeeren, zarte florale Nuancen. Saftig, extrasüße Fruchtnuancen, elegant, feine Tannine, finessenreiche Struktur, lange anhaltend, sicheres Reifepotenzial.

Weingut Bründlmayer – Sekt Extra Brut Reserve: Feinperliges Mousseux, Zitronenmelisse und Salbei, erfrischend und subtil zugleich, etwas Brioche im Hintergrund; rund und kernig, druckvoll und balanciert, die hellen Fruchtnuancen bleiben voll erhalten, glockenklar und detailverliebt, Biskuit und Haselnuss, dabei reichhaltig und cremig.

Weingut Vino Gross – 2018 Gorca Furmint: Feine Nase nach Quitte und Zitronenthymian. Mit Luft etwas Rauch und nasser Stein. Speckbirne und gelber Apfel am Gaumen. Alles sehr straff gehalten vom sortentypischen Säuregerüst. Granatapfel-frische und Ananasfrucht. Salzzitrone und frische Säure im langen engen Nachhall.

Weingut Emrich Schönleber – 2012 Lenz Riesling: Frühlingshaft, floral, fruchtig, animierend. Ein unglaublich charmanter Gutsriesling, der einfach Spaß macht. Sicherlich nicht für sieben Jahre Flaschenreife gedacht, zeigt er nach dieser langen Zeit aber doch, welche Substanz er hat.

Wachter-Wiesler – 2017 Ried Saybritz Blaufränkisch: Alte, in der beispiellosen Bodenstruktur der Eisenberger Riede „Saybritz“ tief wurzelnde Reben. Zudem ein Lowest-Intervention-Wein elegantester Ausprägung. Ein jahrzehntelanger Begleiter, der von Jahr zu Jahr in all seinen subtile Facetten wachsen und sich stetig weiterentwickeln wird – so man die notwendige Geduld aufzubringen vermag.

Weingut Schnaitmann – 2017 Simonroth Lemberger aus VDP.Ersten und Großen Lagen: Pinotartige Frische und Gerbstoffstruktur. Dabei würzig und pfeffrig wie eben ein Lemberger. Ganztraubengärung und größeres, nicht neues Holz bringen einen durchgängigen Trinkfluss. Potenzial für viele Jahre. Vom schweren, kalkhaltigen Gipskeuper im warmen Stuttgarter Talkessel.


Eine Idee, die sich dringend zur Nachahmung empfiehlt. Schließlich braucht man dazu nicht mehr als einen Laptop, gute Weine und ein paar gleichgesinnte Freunde.

Damit Sie für ihre Verkostung zu diesen guten Weinen gelangen, sind hier die Online-Shops der „Leo, Caro, Georg & friends“ Runde aufgelistet: