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Grazer Stadtwein

Jahrgangsbericht aus Graz

10.10.2018

Der zweite Jahrgang des Grazer Stadtweines ist geerntet. Den Grazer Kehlberg, der urkundlich dokumentiert seit dem 12. Jahrhundert ein Weinberg war, in den letzten Jahrzehnten aber verwilderte, hat Hannes Sabathi revitalisiert und wieder mit Reben bepflanzt. Die Natur dankt mit dem Wiederauftreten der Osterluzei und dem dazugehörenden Falter. Ihm zu Ehren nennt Hannes Sabathi den Grazer Stadtwein „Falter Ego“. 2018 ist der zweite Jahrgang.

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Graz & Wein: Stadtblick vom Kehlberg am frühen Morgen. © Flora P.

Mit einem 16-köpfigen Team wurden in zwei Tagen ein Hektar Sauvignon Blanc und ein Hektar Muskateller am Kehlberg in Webling gelesen. Der Winzer ist mit der Qualität der Trauben hoch zufrieden: „Das Wetter dieser Tage war perfekt für die Weinlese! Die frischen, trockenen Morgenstunden erlaubten es uns, kühle, aromatische Trauben zu verarbeiten. Die Trauben sind wunderbar reif, und man schmeckt schon jetzt das würzige Rückgrat des besonderen Dolomit-Bodens, auf dem sie gewachsen sind“.

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Der Winzer Hannes Sabathi in seinem Weinberg in Graz © Flora P.
© Falter Ego
Die Grazer Stadtweine © Falter Ego

Das Weinjahr 2018 verlief am Grazer Kehlberg wie im Bilderbuch. Der viele Schnee des Winters spendete dem Boden lange Feuchtigkeit bis in den Frühling, der mit hohen Temperaturen loslegte. Im Laufe des Jahres wurden die Reben mit ausreichend Wärme und ergiebigem Regen verwöhnt. Die warmen Aufwinde am Kehlberg haben den Boden nach dem Regen stets gut getrocknet und so einem Pilzbefall entgegen gewirkt. Die Trauben zeigen eine frische Aromatik, lebendige Säure und die kernige Mineralik des Dolomit-Bodens.

Der Jahrgang 2018 kommt am 1. Mai 2019 auf den Markt. Bis dahin kann man sich noch an den Grazer Stadtweinen aus dem Jahrgang 2017 erfreuen.
Diese sind um rund 18 Euro bei Wein & Co (Joanneumring 13, 8010 Graz) und im „Der Steirer“ (Belgiergasse 1, 8020 Graz) erhältlich.

Die Weinbaustadt Graz

In Graz gibt es eine jahrhundertealte Weinbautradition, die urkundlich 1140 erstmals erwähnt wurde. In den letzten Jahrzehnten ist der Weinbau in Graz nahezu völlig verschwunden. Mit seinem „Grazer Stadtwein“ schließt Hannes Sabathi daher an eine ursprüngliche Tradition an. Die verwachsenen Hänge am Kehlberg wurden über Jahre revitalisiert und wieder mit Reben bepflanzt. Im Mai 2018 kamen die ersten Weine aus dem Jahrgang 2017 in Graz auf den Markt – die charismatischen „Stadtweine“ erfreuten sich sofort großer Beliebtheit.

FALTER EGO

Die Metamorphose des Kehlberges blieb von der Natur nicht unbemerkt. An den revitalisierten Hängen fand die seltene Osterluzei-Pflanze wieder ihren angestammten Lebensraum, um sich zu entfalten. Mit ihr kam der noch seltenere Osterluzei-Falter. Die Raupen des Falters ernähren sich ausschließlich von der Osterluzei-Pflanze.
Die Anwesenheit dieser Spezialisten am Grazer Kehlberg ist ein klares Indiz für das ökologische Gleichgewicht, das am Kehlberg herrscht. Die Verbundenheit des Falters mit dem Weinberg macht ihn zum Namensgeber für den Grazer Stadtwein von Hannes Sabathi, dem Alter Ego des südsteirischen Winzers.

Weinlese in den steilen Hängen des Kehlberges. © Flora P.
Gesellschaft beim „Weinwandern“ um 1910 am Grazer Kehlberg. © Weingut Hannes Sabathi
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Der seltene Osterluzeifalter ist wieder in den Weingärten am Kehlberg zu finden. © Naturschutzbund
Perfektes Traubenmaterial für den neuen Falter Ego Jahrgang. © Flora P.
BILDER (downloadbar)