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François Lurton und seine Projekte auf der ProWein

Monsieur „Nimmermüd“

07.03.2019

Wer einen der leidenschaftlichsten Weinmacher der Weinwelt kennenlernen möchten, sollte sich mit François Lurton verabreden. Er macht nicht nur Wein in vier Ländern und auf zwei Kontinenten, sondern er ist auch seit einem Vierteljahrhundert Pionier. Und jetzt schon wieder!

François Lurton © François Lurton S.A.
François Lurton in Argentinien © François Lurton

1995 kaufte François Lurton gemeinsam mit seinem Bruder Jacques ein Stück Land am Fuße der Anden (Uco Valley) in Argentinien. Der Landstrich nannte sich Los Chacayes – und es war weit und breit keine Rebe zu sehen. Die Lurton-Brüder aber hatten das Potential erkannt.

Während die Ebene wüstenähnlich wirkte, boten die Hänge und Hochebenen mit ihren nährstoffreichen Wasserquellen aus der Schneeschmelze der Anden spannende Weinbaumöglichkeiten. Dazu kam ein extrem kontinentales Klima, das charakterstarke Trauben garantierte. Die Brüder waren begeistert und risikobereit. Sie begannen Reben zu pflanzen. Ein Jahr später besaßen sie bereits 136 Hektar Weinberge.

Viele Winzerkollegen folgten dem Beispiel, ohne zu ahnen, was aus dem Namen Chacayes entstehen würde. Mittlerweile ist Los Chacayes zur geschützten Herkunftsbezeichnung geworden: im Oktober 2017 wurde „Los Chacayes“ zur GI (Geografischen Indikation) erhoben.

François Lurtons Weine (sein Bruder Jacques ist seit einigen Jahren nicht mehr im Unternehmen) sind mittlerweile biologisch zertifiziert. Sein „Chacayes“ ist stets eine Cuvée aus Malbec mit Côt (einer Bordelaiser Variante von Malbec) und/oder Cabernet Sauvignon. Wie sich dieser Wein mit den Jahren entwickelt, kann man während der ProWein entdecken, denn François bringt eine Vertikal-Selektion seines Chacayes aus 15 Jahren mit:

2002 (der erste Jahrgang) – 2007 – 2014 – 2015 – 2017

Für die technischen Details zu jedem Wein klicken Sie bitte hier.

RVB CHACAYES 2007
Los Chacayes © François Lurton

Wein allein ist ihm nicht genug

Wer François kennt, weiß, wie sehr dem gebürtigen Bordelaiser die Rebsorte Sauvignon Blanc am Herzen liegt. Vor zwei Jahren sorgte er für Aufsehen, als er einen Gin aus dieser Sorte (Sorgin) lancierte.

Nun hat François eine weitere Überraschung im Gepäck: Léonce. Dabei handelt es ich um einen trockenen weißen Wermut aus Sauvigon Blanc, der das Erbe des Urgroßvaters von François Lurton, Léonce Récapet, wiederaufleben lässt. Récapet war ein einfallsreicher Brenner, unermüdlicher Arbeiter und echter Vordenker. Das Know-How seines Großvaters und seine eigene Expertise im Weinbau assembliert François in diesem Wermut, der Eleganz, Komplexität und die Finesse des Sauvignon Blanc ausstrahlt.

Die Trauben stammen aus dem Südwesten Frankreichs, aus der Region Gers (Occitaine). Sie werden auf einen Alkoholgehalt von 70 % destilliert und mit Kräutern mazeriert. Dem Basiswein des letzten Jahrgangs (Les Fumées Blanches) wird das Mazerat beigemischt. Diese Mischung aus Wein, Weinbrand und Kräuterauszügen ergibt einen ausgewogenen Wermut mit intensivem und komplex-aromatischem Profil: Rosa Grapefruitschalen, Bitterorange, Mandarine, Zitrone, Limette, Litschi, Veilchen, Süßholz, Wermut und Salbei. Der Alkoholgehalt liegt bei 16 vol. %.

Am Sonntag, 17. März und Montag, 18. März jeweils zwischen 16 und 17 Uhr serviert Lurton auf seinem Messestand (11/A28) Cocktails auf Basis seines Wermuts.

Wenn Sie Intresse an „Los Chacayes“ und/oder „Leonce“ haben, wenden Sie sich bitte an Andrea Schultes, Wine&Partners: a.schultes@wine-partners.at

François Lurton Leonce Detalle Vermouth © François Lurton S.A.
Vermouth Léonce © François Lurton

Wofür steht „Los Chacayes“

Wenn man diesen Namen auf seine Ursprünge zurückführt, so gibt es zwei Theorien:

  1. Chacayes stammt von el Chacayay, einer einheimischen Pflanze, die auf den Hügeln und entlang der Bäche wächst. Die daraus gewonnene Frucht, mit einem leicht zitronigen Geschmack, war Teil der Ernährung der Ureinwohner der Region.
  2. Eine andere Theorie stammt von den Ureinwohnern, die im Uco-Tal lebten, die Huarpes Micayacs. Sie nannten die in der Region vorkommenden Füchse „Chacayes“. In „Los Chacayes“ sind nach wie vor indigene Huarpes, Puelches und „de los Tunuyanes“ beheimatet.

Wo liegt „Los Chacayes“?

Los Chacayes, rund 80 Kilometer südwestlich von Mendoza, ist sehr hoch gelegen. Es befindet sich auf 1000 bis 1400 Meter über dem Meeresspiegel, in den Hügeln des oberen Uco Tals. Nur 1.600 Hektar von der Gesamtfläche der Region von 102.500 Hektar sind zurzeit mit Reben bepflanzt. Im Moment sieht es auch nicht so aus, als ob die Fläche vergrößert wird, denn dazu fehlt es an einer ausreichenden Wasserversorgung. Es sind vorwiegend sehr steinige, unfruchtbare Schwemmlandböden vorzufinden, die aber für die Entwicklung der Reben beste Voraussetzungen schaffen.

Im Laufe der Jahre hat sich herausgestellt, dass Sorten wie Malbec, Cabernet Franc, Petit Verdot und Cabernet Sauvignon am besten mit den vorhandenen Gegebenheiten (Boden, Klima, etc) zurechtkommen. Auch andere, nicht traditionelle Sorten wie Gewürztraminer, Garnacha und Monastrell erzielen beeindruckende Ergebnisse.

Was ist eine Geographische Indikation?

Mit diesem Namen wird ein Produkt bezeichnet, das aus einer Region, einem Ort oder einem geografischen Erzeugungsgebiet stammt, das in Bezug auf das Staatsgebiet abgegrenzt ist und nicht über die festgelegten politischen Grenzen hinausragt. Dies ist nur dann gerechtfertigt, wenn bestimmte Merkmale eines Produkts im Wesentlichen auf den geografischen Ursprung zurückzuführen sind.

Die Resolution 249-E / 2017 des Nationalen Instituts für Weinbau vom 5. Oktober 2017 sieht vor, dass das Gebiet von Chacayes in der Provinz Mendoza als geografische Angabe anerkannt, geschützt und registriert wird.

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